3 Berliner Kaffeeoasen – Gastbeitrag von Briefkastenliebe

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Bunte Blätter auf den Wegen, der ein oder andere Regenschauer & das stetige Bedürfnis, schnellstmöglich wieder einen heimeligen Ort aufsuchen zu dürfen – es herbstelt auf den Straßen Berlins. Wir schreiben nun wieder jene Zeit, in welcher wir nur bedingt gewillt sind, länger als nötig draußen unterwegs zu sein, wenn uns nicht ein entsprechend notwendiges oder eben auch wundervolles Ziel in Aussicht gestellt wird. Letzteres ist dabei wohl genau mein Stichwort: Wundervoll. Denn genau jenes Prädikat möchte ich den drei Kaffeeoasen, welche ich euch in diesem Gastartikel vorstellen mag, verleihen. Wundervolle Orte, deren Besuch ihr selbst am grau-verregnetesten Herbsttag nicht bereuen werdet:

Kaffeeoase No.1: eliza – Café & Lieblingsstücke

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eliza ist das Kiezwohnzimmer und Lieblingsladen für handverlesene Wohnwaren und besondere Geschenke“ – so lautet die Selbstbeschreibung des Cafés auf seiner Homepage. Word. Entdeckt habe ich das schnucklige Kiezcafé durch Instagram. Dort wurde ich zunächst auf das Gästebuch des Cafés aufmerksam, welches ein Bekannter in seinem Feed gepostet hatte. Eine fabelhafte Idee, wie ich finde und so führte mich meine Neugier nur wenig später nach Kreuzberg in den Wrangelkiez. Genauer gesagt in die Sorauer Straße. Diese liegt ein wenig Abseits vom sonst sehr touristisch gefüllten Gewusel rund um die Kreuzberg-Seite der Oberbaumbrücke. Ja, wenn man so will, muss man wirklich um die Adresse von eliza wissen, um auf diese Kaffeeoase zu stoßen. Denn in der Sorauer Straße ist es sonst eher ruhig. Umrahmt von wunderschönen Altbauten, findet man das Café aber dann auch recht flink.

Schnuckligste Einrichtung trifft hier auf leckerste Köstlichkeiten. Von der wärmenden Suppe bis hin zum veganen Bananenbrot. Schwierigkeitslevel der Entscheidungsfindung: Fortgeschritten. Oder in meinem Fall: Glasklar. Denn bei Eliza gibt es Karottenkuchen mit Frischkäsetopping. Wow. Den musste ich probieren. Für meine Begleitung gab es an jenem Samstagnachmittag ein Stück veganen Bananenkuchen und dazu jeweils eine Tasse Kaffee.

Verzückt, Verwöhnt, Verliebt. Wir schlemmten uns glücklich und können nach diesem Kaffeeoasen-Besuch nur jedem Empfehlen, eliza einmal zu besuchen. Wir kommen auf jeden Fall wieder & das nicht zuletzt, da wir dem tollen Café noch einen Gästebuch-Eintrag schulden.

Sorauer Straße 6, 10997 Berlin-Kreuzberg

www.elizaberlin.de

Kaffeeoase No.2: geh Veg

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Die Worte Berlin & Vegan erscheinen außerhalb der Hauptstadtgrenzen vermutlich wie eine eng verschlungene Symbiose, welche man entweder feiert oder eben aus tiefstem Herzen verabscheut. Beides ist OK, nur bevor die Gegner beginnen, Voodoo-Puppen aus Tofu zu basteln: Ich habe fabelhafte Neuigkeiten für euch! Dieses hipstrig-vegan-überfüllte Berlin kann manchmal echt was! Ich selbst stehe dem Thema nämlich auch nicht immer mit allerbestem Gefühl gegenüber. Trend-Veganer und künstlich gehypte Unverträglichkeiten sind mir absolut zu wider und obendrein mag ich einfach kein Tofu. Und da kommen wir zur meines Erachtens größten Krux der Sache: Viele vegane Lokale bieten zu viel oder gar alles mit Tofu an. Und dann bin ich raus. Aber genug der negativen Worte, es sollen ja schließlich noch richtig gute werden!

Und werden es auch. Denn mein ganz persönliches Mekka des veganen Frühstücks habe ich in Moabit gefunden: geh Veg! Eigentlich müsste man das Café ja direkt mal umbenennen, aber geh Hin würde schlussendlich der Clou des veganen klauen, also lassen wir das besser. Das Geh Veg hat wirklich tolle Kombinationen auf der Karte, welche bei mir insbesondere damit punkten, dass sie größtenteils ohne seltsame Ersatzprodukte wie „Tofu-Wurst“ oder ähnlichem auskommen. Nein, hier weiß man die wundervolle Kulinarik der Obst- & Gemüsewelt in tolle Geschmackskompositionen umzusetzen.

Auch preislich finde ich das Geh Veg einfach tip top! Eine Smoothie-Bowl in grün oder rot bekommt ihr hier für gute 5€, einen Bagel mit beispielsweise unglaublichem Süßkartoffel-Belag (ein Träumchen für mich) für 3,50€. Faire Preise und ein super Angebot! Denn hier wird auch alles frisch & mit Liebe zubereitet. So verwundert es nicht, dass ich & meine Begleitung es uns an jenem Samstag richtig gut gehen ließen: Smoothiebowl, Frühstücksteller, Bagel, Kaffee & on Top für meine Freundin einen heißen Manner-Milchshake, den sie ebenfalls sehr lecker fand!

UUUND: zu guter Letzt sei erwähnt, dass es auch ziemlich gemütlich ist im Geh Veg. Retro Polster laden euch zum Schlemmen & Verweilen ein und wen dann doch wieder die Wanderlust packt, der hat es vom Café aus zum Glück auch überhaupt nicht weit zum Hansa-Viertel, wo ihr ganz wundervoll an der Spree entlang spazieren könnt. Fazit: Lohnt sich doppelt & dreifach!

Birkenstraße 30, 10551 Berlin-Moabit

www.gehvegberlin.de

Kaffeeoase No.3: MANA RESTAURANT

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Komplettiert wird das heutige Empfehlungstrio meines Artikels durch das MANA Restaurant. Der Vegan-Brunch-Spot Nummer zwei, denn insbesondere der Brunch ist es, welcher viele Foodies am Sonntag nach Schöneberg pilgern lässt. Im MANA wird sonntags gebruncht! Und nicht nur ein bisschen, nein, gleich von 10 bis 16 Uhr! Ausschlafen ist also kein Problem, dass könnt ihr vorm leckeren Schlemmen alle mal. Ich und meine Begleitung haben uns für 11 Uhr einen Tisch reserviert & können euch selbiges nur empfehlen. Das vegane Sonntags-Frühstückslokal ist nämlich mehr als heiß begehrt und hat sich kurz nach unserer Ankunft sehr schnell vollgefüllt. (Reservieren klappt übrigens ganz einfach per Website – Wunschzeit auswählen und fertig.)

Gut gefüllt war auch das vegane Buffet – hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten: Süß, Salzig, Warm, Kalt – für jeden Geschmack ist etwas dabei! Und auch frisch gemixte Smoothies stehen zur Verfügung. Und auch hier wieder das große Plus meinerseits: Lediglich 1-2 Speisen wurden mit Tofu zubereitet, der Rest war rein auf Obst- & Gemüsebasis.

Hier gibt´s echt tolle Köstlichkeiten auf dem Buffet zu entdecken: Selbstgebackene Brötchen, Paprikacreme, Kokos-Cashew-Creme, Zitronen-Mohn-Kuchen, Beeren Crumble und und und! Eine Komposition, die ihre 14,90 Euro auf jeden Fall wert ist. Kaffee, Tee & andere Getränke müsst ihr nebst den Smoothies vom Buffet separiert ordern, aber auch dieses gibt’s zu fairen Preisen und mit Mandel-, Hafer- oder Sojamilch als Option zu ein und demselben Preis.

Und noch ein toller Hinweis: Bei Mana Glow Food könnt ihr abends auch Essen retten! Denn das Restaurant ist Teil der „Too Good to Go“-Community und so könnt ihr per App jeden Tag was Gutes tun & Reste vor dem Wegwerfen retten!

Belziger Straße 34, 10823 Berlin-Schöneberg

http://mana-food.de

Über Briefkastenliebe

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Briefkastenliebe – das ist Franzis kleiner Neologismus, der seit Februar 2016 auch in Blog-Form gepflegt wird. Aufgeschrieben wird, was auf dem Herzen brennt – vorrangig Hauptstadtliebleien aus dem Tindergarten sowie meine Highlights der Café-Landschaft Berlins & auch Kölns.

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Benedict – Berlin

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„All about Breakfast“ lautet der Slogan des seit Ende 2016 in Berlin Charlottenburg beheimateten Benedict und beschreibt genau, worum es hier geht: Frühstück – aus aller Welt, rund um die Uhr, und das tatsächlich an jedem einzelnen Tag der Woche!

Die Berliner Filiale der seit 2006 in Tel Aviv beheimateten Restaurantkette ist die erste außerhalb Israels und hat einen echten Hype ausgelöst: Die Kombination aus allen nur denkbaren internationalen Frühstücksgerichten, stylischem urban jungle Interieur und eben der Möglichkeit, hier rund um die Uhr verweilen zu können, zieht von Hipstern, Familien, jungen Paaren, großen Cliquen bis hin zu gesetzten Herren viele Menschen an. Auch die in Berlin ansässige Prominenz schaut gerne mal vorbei – dementsprechend gut besucht ist der Laden, vor allem um die Brunch-Zeit. Reservierungen sind erst ab 16.00 Uhr möglich, sodass man vormittags auf jeden Fall mit einer längeren Wartezeit rechnen muss!

Die lässt sich bei einem ersten Kaffee in der Lobby des zugehörigen Max Brown Hotels vertreiben, in der sich auch die angeschlossene Bäckerei des Benedict befindet. Hier gibt es ofenfrisches Gebäck, Brote und andere Köstlichkeiten für zu Hause zu kaufen. Wird einem schließlich der Sitzplatz an einem der großen Tische zugeteilt, folgt die Qual der Wahl aus der Frühstückskarte: Zur Auswahl steht von süß bis herzhaft so einiges, allen voran die namensgebenden Eggs Benedict, aber auch veganes Müsli, Avocado Bagels, French Toast, Entrecote, Vietnamesisches Omelette und vieles mehr…

Wir entschieden uns für Granola mit frischen Früchten und Joghurt, Blaubeer-Pancakes mit Ahornsirup, dazu gab’s einen Brotkorb, Kaffee und frisch gepressten Saft. Der Brotkorb überzeugte danke einer Auswahl an frisch gebackenen Brötchen, die nach Bedarf nachgereicht werden, und selbstgemachter Marmelade, Butter und Nutella. Für 5,- € ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das trifft auch auf die wahnsinnig leckeren Pancakes und das Granola zu, die mit 6,- bzw. 7,50  € für mein Empfinden etwas teurer, aber letztlich so gut gemacht und sättigend sind, dass auch dieser Preis in Ordnung geht.

Hype hin oder her – ich kam mit hohen Erwartungen ins Benedict, die nicht enttäuscht wurden. Ob man bereit ist, bis zu einer Stunde oder länger auf einen Platz zu warten, muss jeder für sich entscheiden – belohnt wird man in jedem Fall mit einem professionellen Service, Essen in hoher Qualität und einem Ambiente, in dem jedes Detail (bis hin zur Handlotion in den Waschräumen) stimmig ist.

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Uhlandstraße 49, 10719 Berlin

Website Benedict Berlin

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Espresso lounge – Berlin

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Wer in Kreuzberg Kaffee trinken möchte, hat es wahrlich nicht schwer – auf und um die Bergmannstraße herum beispielsweise reiht sich ein Café ans nächste. Diesmal habe ich mich für die Espressolounge entschieden und den letzten Platz ergattert; offenkundig ist das Café beliebt und die Sitzmöglichkeiten gerade im vorderen Bereich sehr begehrt – kein Stuhl blieb auch nur eine Sekunde lang leer. Man sitzt hier relativ nah beieinander an kleinen Tischen um den Thekenbereich herum, der (auch wegen der Selbstbedienung) ziemlich an eine Italienische Bar erinnert. Es ist eng, aber auch gemütlich und – das ist mir immer wichtig – es ist warm! Ganz Hartgesottene wiederum nehmen auch bei einstelligen Temperaturen im Außenbereich vor dem Café Platz…

Die Menschen, die an der Bar einen Kaffee oder ein Gebäck zum Mitnehmen bestellen, sind ganz unterschiedlich, während ich das Publikum, das hier länger verweilt, eher zur intellektuellen Berliner Schicht zählen würde. Es wird gepflegt diskutiert, seriöse Zeitung gelesen und ich fühlte mich sofort sehr wohl.

Ein Argument, das neben gutem Kaffee und einer Auswahl an Kuchen und anderem Gebäck definitiv für die Espressolounge spricht, sind die fairen Preise – endlich mal kein überteuerter Cappuccino wie anderswo in Berlin; sogar der doppelte Latte Macchiato war für 2,70,- zu haben. Der Blaubeermuffin war mir leider einen Tick zu süß, aber die heiße weiße Schokolade bekommt eine klare Empfehlung für kalte Herbsttage!

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Bergmannstr. 92, 10961 Berlin

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Nunzio – Berlin

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Berlin, du bist so wunderbar… Endlich habe ich es mal wieder in die Hauptstadt geschafft und einige interessante neue Cafés entdeckt! Mein allerliebstes ist aktuell das Café Nunzio, das entgegen den gängigen Hipster-Trends weder in Kreuzberg noch Neukölln, sondern im schönen Steglitz zu finden ist.

Das Café, direkt an der Schlossstraße in einer ruhigen Seitenstraße gelegen, feiert erst am 15. Juni sein einjähriges Bestehen und ist eine gelungene Mischung aus minimalistisch, dennoch gemütlich, szenig-trendy und dabei trotzdem individuell. Klar, es gibt die typischen Merkmale eines Cafés aus den 2010-er Jahren: die obligatorische Kreidetafel, von der Decke hängende Glühbirnen, Third Wave Coffee, usw.  Das bedeutet aber eben auch: Natürliche, saisonale Zutaten, Biomilch aus der Region, Kaffee aus der Friedenauer Rösterei Ridders und vieles mehr; Aspekte, die mich an einem modernen Café wie Nunzio immernoch sehr erfreuen können!

Obendrein hat das Café durchaus seinen originellen Touch – besonders in die Holzmöbel habe ich mich sofort verliebt…  Neben dem ausgezeichneten Kaffee, erhältlich auch „on ice“, sowie den leckeren Crumbles und Kuchen (Banaaanenbrot! Absolute Empfehlung.) sind vor allem die hausgemachten Eissorten und die Granitas erwähnenswert. Letztere gibt es unter anderem in den Geschmacksrichtungen Wassermelone oder Minze-Zitrone – echte Sommererfrischungen und ein kleines Stück Italien :-)

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Muthesiusstr. 1, 12163 Berlin

Website Nunzio

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LuLa – Berlin

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Kommen wir zum ersten Café außerhalb von Köln – das LuLa am Markt in Berlin-Friedenau, das ich am letzten Wochenende entdeckt habe. Genau genommen bezeichnet sich der Laden, der zwei Standorte unweit voneinander entfernt hat, als „Deli deluxe“ – und genau das trifft es auch: Neben den gängigen Kaffee- und Teespezialitäten bietet das Lula am Markt, das über eine eigene Backstube verfügt, Brot und Gebäck aus eigener Herstellung an; die Qualität überzeugt absolut! Warme Gerichte – auch hier das meiste selbstgemacht und bio – reichen von Suppen über Pasta, Burger und Pizza bis zu asiatischen Currys (Preise liegen grob zwischen 5 € und 13 €); da sie von Woche zu Woche variieren lohnt sich ggf. ein Blick in die Spiesekarte online.

Ich habe, bei schönstem Mai-Wetter und daher draußen, eine warme Zimtschnecke gegessen – der Preis ist mit 2,80 € für ein wirklich riesiges (und frisches!) Gebäckstück in jedem Fall angemessen. Dazu perfekt ein Chai Latte on ice, der süß und sehr würzig ist.

Das LuLa am Markt wird all denjenigen besonders zusagen, die qualitatives Essen und gut zubereitete Getränke schätzen und gerne in einem modernen, innen leicht Holz/Natur-angehauchten Ambiente sitzen. Auch wer ein gutes Sauerteigbrot für zu Hause, ausgewählte Bio-Lebensmittel oder auch nur eine schöne Postkarte sucht, sollte sich mal bei der Ladentheke umschauen…

Ich komme auf jeden Fall wieder!

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LuLa am Markt, Lauterstr. 1

12159 Berlin-Friedenau

lula-berlin.de

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