Moxxa caffè – Köln

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Wer sich in Köln für guten Kaffee begeistert, kommt an Moxxa caffè, beheimatet im Belgischen Viertel, eigentlich nicht vorbei. Dennoch hat man den Eindruck, dass andere Röstereien tendenziell angesagter, zumindest auf social media oder in der Gastro-Bloglandschaft deutlich präsenter sind. Dabei ist die Kaffeemanufaktur (die sich eigentlich ‚Die Rösterei‘ nennt; Moxxa wiederum ist ihre Marke) qualitaiv auf jeden Fall auf Augenhöhe mit Van Dyck, Ernst oder Schamong anzusiedeln. Auch das Ladenlokal auf der Aachener Straße – Rösterei und Café-Restaurant in einem – kann in Punkto Gemütlichkeit, Angebot und Service mit anderen Cafés locker mithalten.

Die aus nachhaltigem Anbau stammenden und bio-zertifizierten Rohkaffees werden von  Röstmeister Benjamin Pozsgai, in den vergangenen Jahren bereits mehrfach ausgezeichnet bei der Deutschen sowie der Welt-Meisterschaft im Rösten, langsam und schonend verarbeitet.

In der Praxis bedeutet dies vor allem: super guten Kaffee. Dass auch die verwendete Bio-Milch von höchster Qualität ist, macht Kaffee Spezialitäten wie Cortado und Co. zu einem sehr stimmigen Gesamt-Genuss (das i-Tüpfelchen ist die Latte-Art; die Baristas verstehen ihr Handwerk). Bei der Espresso-Basis kann man zwischen drei verschiedenen Sorten wählen – der Hausblend ist recht mild, auch als doppio; wer es stärker mag, sollte eine der kräftigeren Sorten wählen. Absolutes Highlight für meinen Gaumen war zulezt der „Kaffee des Monats“ aus Indien, sortenrein mit 100 % Robusta – einer der besten Espressi, die ich seit langem getrunken habe und auch im Cappuccino top. Die Bohnen mussten direkt mit nach Hause ;-) Für Freunde des Filterkaffees gibt es natürlich auch die entsprechenden Zubereitungen und wer einfachen Kaffee Crema bevorzugt, wird ebenfalls fündig.

So richtig rund wird der Café-Besuch bei Moxxa aber dank des Kuchenangebotes – neben Cheesecake mit Fruchtfüllung, Oreo-Tarte, Cantuccini und mehr ist der Brownie sehr empfehlenswert. Nach dem Kaffee lässt es sich im gemütlichen (und warmen!) Ambiente zwischen Röstmaschine und Kaffeesäcken auch durchaus bei einem Glas Wein aushalten und neben dem Business-Lunch bekommt ihr auch abends eine Auswahl an leckeren (bio-zertifizierten) Speisen.

Die Öffnungszeiten sind ein Traum: täglich von 10.00 Uhr bis 0.00 Uhr. Man merkt vielleicht: ich bin Fan.

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Aachener Straße 22, 50674 Köln

Website moxxa caffè

facebook moxxa

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Kaffee & Kuchen – Köln

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An einem dieser zuletzt regnerischen und eher düsteren Samstage machte ich mich Richtung Friesenplatz auf, um ein neues Kölner Café zu testen. Kaffee & Kuchen – was für ein schlichtweg treffender und schöner Name – war da gar nicht mal die erste Wahl, und dennoch die beste Entscheidung des Tages: Während der ein oder andere Laden nämlich entweder restlos überfüllt war oder schon bald Feierabend hatte, fand ich auf der Venloer Straße ein schönes (und warmes!) Plätzchen und war ganz erfreut, hier auch am Wochenende bis 19.00 Uhr verweilen zu können.

In der Vitrine lachten mich diverse Kuchen, Cookies und Torten an; die Wahl fiel auf Bananenbrot, welches auf Wunsch kurz angeröstet wird und das, wie ich finde, ja immer schon ein bisschen Sonnenschein in den Tag zaubert! Dazu gab es Cappuccino, der wirklich ausgesprochen gut war. Kaffee, Kuchen und Co. – „homemade with love“ – werden serviert, an der Theke steht Wasser zur Selbstbedienung bereit (ein Pluspunkt, gehört meiner Meinung nach in jedes Café).

Die Grundfläche des Ladens ist gar nicht mal so hoch, die Höhe macht hier die Größe aus – sowohl im unteren Bereich als auch auf der Empore mit Blick auf den pompösen Kronleuchter, der dem Ganzen eine augenzwinkernde Noblesse verleiht, sitzt man schön und nicht allzu gedrängt. Die Atmosphäre ist zudem weder trubelig noch zu laut, sodass sich hier tatsächlich sehr entspannt verweilen lässt.

Erst spät entdeckte ich übrigens all die herzhaften Köstlichkeiten in einer zweiten Vitrine – Salate und lecker aussehende Quiches, allein deretwegen sich ein weiterer Besuch lohnen wird!

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Venloer Straße 19, 50672 Köln

Kaffeeundkuchen.net

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Heilandt – Köln

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Kaffee aus der Kölner Rösterei Heilandt ist mir schon im ein oder anderen Café begegnet – jetzt war es an der Zeit, endlich bei Heilandt selbst vorbeizuschauen. Seit 2010 gibt es die Manufaktur im Belgischen Viertel in Köln, mittlerweile sind Rösterei und Café/Kaffeeladen aus Platzgründen getrennt an zwei unterschiedlichen Standorten zu finden. Ich habe das Café in der Bismarckstraße besucht und – das vorweg – bin absolut begeistert.

Natürlich hatte ich excellenten Kaffee erwartet. Qualitativ hochwertige, ausgewählte Sorten. Aber es gab so viel mehr: Auf den ersten Blick fiel mir die gut bestückte Vitrine mit frischen Panini, Torten und anderm Gebäck auf. Wunderbar, so mag ich das! Denn die Verkostung eines guten Kaffees und der Genuss leckeren Kuchens schließen sich ja nicht aus… Dann die Atmosphäre: Gemütlich, szenig, aber nicht gewollt – 50-er Jahre Retro mit niedrigen Tischchen, Italienischer Bar Charme an der Theke und Rösterei-Elemente. Das Publikum besteht keineswegs nur aus Hipstern sondern ist durchmischt, sehr angenehm.

Beraten wird man von geschulten Baristi, die Auskunft über die angebotenen Sorten und unterschiedlichen Zubereitungsarten geben und bei der Wahl behilflich sein können. Schließlich weiß nicht jeder auf Anhieb, was sich hinter den Begriffen „Aeropress“, „Aufbereitung washed/monsooned“ etc. verbirgt. Sehr hilfreich für einen eigenen Überblick ist dabei auch die Kaffeeübersicht auf Papier, die man mit nach Hause nehmen kann und die Auskunft über Geschmacksnoten, Anbaugebiet der Kaffeebohnen usw. gibt. Wer experimentierfreudig ist, kann mit Freude die exotischen Sorten durchprobieren, aber auch wer einfach nur einen „normalen“ guten Espresso oder Cappuccino genießen möchte, ist bei Heilandt gut aufgehoben.

Ich testete den Cappuccino (sehr gut), einen Filterkaffee (trinke ich sonst nie; logischerweise ist er hier gekonnt aufgebrüht und war ohne Milch und Zucker eine echte Geschmacksüberraschung – ausgezeichnet!) und zuletzt den Peru Pacha Mama Espresso. Dieser gehört, nach eigener Aussage, zu Heilandts abgefahrensten Espressi: in der Tat wahnsinnig fruchtig, bombastisch aromatisch und auch ein bisschen speziell…

Erwähnt werden muss zu guter Letzt der Zitronenkuchen: Ein Stück so dick, dass es locker für zwei Personen reicht, und sehr lecker. Am Ende habe ich einen gemahlenen Espresso mit nach Hause genommen, direct trade. Vielleicht besuche ich bei Gelegenheit noch einen der angebotenen Barista-Workshops. Nähere Infos diesbezüglich gibt es auf der Website (siehe unten).

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Kaffeeladen: Bismarckstraße 41, 50672 Köln (Rösterei: Girlitzweg 30, 50829 Köln)

Website Heilandt

heilandt facebook