Special: Kulinarische Schnitzeljagd – Köln

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„Die Stadt erkunden. Neue Läden entdecken. Leckerbissen probieren.“ – unter diesem Motto fand vor kurzem die erste Kulinarische Schnitzeljagd in Köln statt. Das Konzept der Tour, bei der an einem Tag bis zu 15 inhabergeführte Läden besucht werden können, stammt von Susanna und Peter Wiedeking aus Düsseldorf und feierte in diesem Jahr in weiteren Städten NRWs Premiere, darunter Mönchengladbach, Duisburg oder Mülheim an der Ruhr.

Mir gefiel die Idee, neue – oder auch einfach einem breiten Publikum (noch) nicht bekannte – Läden kennenzulernen; zumal es eine bunte Mischung an Cafés, Restaurants oder Geschäften ist, die man womöglich auf der eigenen Prioritätenliste bislang gar nicht vermerkt hatte. Jeder Laden bietet seinen Gästen vor Ort einen kleinen Probierhappen aus seinem Sortiment an.

Start- und Endpunkt der Tour sind frei wählbar, ebenso die Anzahl der Orte, die man besucht und damit natürlich auch die Dauer des Aufenthaltes – die gesamte Strecke ist zwischen 18 und 25 km lang und kann mit jedem beliebigen Verkehrsmittel oder zu Fuß zurückgelegt werden, vor allem aber eignet sie sich prima zur Erkundung mit dem Fahrrad – im Ticketpreis (20-30 €) ist ein Leihrad von nextbike (in Köln KVB Rad) inklusive.

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Bei perfektem spätsommerlichen Wetter ging es so durch das linksrheinische Köln, vor allem Ehrenfeld und Belgisches Viertel, auch das Agnesviertel und die Südstadt waren vertreten und ich probierte mich durch Spätzle, Steak, vegane Burger, hausgemachte Limonaden, Currywurst, Käsehäppchen, vegane Brownies, Cupcakes bis hin zu Wein und Espresso (wer genau teilgenommen hat könnt ihr hier sehen). Die Inhaber setzten die kulinarischen Probier-Happen für die Teilnhemer dabei ganz individuell um: von kleinen Käsewürfeln bis hin zu kompakten, aber kompletten Portionen inklusive Getränk war alles dabei und auch die Chance, etwas zum eigenen Laden/Konzept zu erzählen wurde hier und dort ganz unterschiedlich genutzt.

Als Café-Bloggerin (und Kuchen-Liebhaberin) gibt es von mir zwei Empfehlungen zum Abschluss: Die veganen Brownies bei Bunte Burger (Hospeltstr. 1, Ehrenfeld) waren unfassbar lecker – für die würde ich tatsächlich extra nochmal hingehen ;-) Und wer es richtig (also wirklich richtig) süß mag und etwas Schönes für’s Auge möchte, sollte bei Royal Cupcakes (Venloerstr. 425, Ehrenfeld) vorbei schauen – liebevoll gemachte Cupcakes und royales Ambiente, in dem es auch Afternoon Tea gibt.

Fazit: Da ich gerne etwas länger an Orten verweile, habe ich an dem Tag gar nicht alle Läden geschafft – was nicht schlimm ist, denn so gibt es ein paar schöne neue Ideen für demnächst (und ein kleines Booklet mit Gutscheinen zum Einlösen war auch mit dabei).

www.kulinarische-schnitzeljagd.de

 

Info: Ich habe für die Kulinarische Schnitzeljagd ein Ticket zur Verfügung gestellt bekommen, um freiwillig darüber zu schreiben – meine Meinung ist dabei natürlich, wie bei allen meinen Beiträgen, unabhängig.

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Tasty Pasty – Köln

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Über das Tasty Pasty zu schreiben ist aus zwei Gründen längst überfällig: Erstens ist es schon eine ganze Weile her seit ich das Britische Café im Herzen von Nippes entdeckt habe. Zweitens dreht es sich auf diesem Blog ja bekanntlich um Café Oasen und Wohlfühlorte – und das kleine, gemütliche Tasty Pasty ist für mich der Inbegriff eines solchen Ortes. Wird also Zeit, ihm hier ein paar Zeilen zu widmen.

The Tasty Pasty Company hat sich nach eigener Aussage seit 2014 zum Ziel gemacht, authentische (und vor allem gute) Britische Leckereien nach Köln zu bringen. Im Fokus stehen die aus Cornwall stammenden, frisch gebackenen Pasties, herzhaft gefüllte Blätterteig-Pasteten. Sowohl Fleisch-Liebhaber als auch Vegetarier und Veganer kommen hier auf ihre Kosten – in der Kombi mit Salat (für 6,90 € ein sehr faires Angebot) wird aus dem Snack schnell eine vollwertige Mahlzeit.

Beim letzten Besuch sollte es sich allerdings mehr um Kaffee, Tee und Co. drehen – will heißen: Kuchen (auch diese frisch vor Ort gebacken), Shortbread und natürlich Scones. Diese typisch Britische Köstlichkeit kommt wie es sich gehört mit Clotted Cream und Marmelade daher und ist zum Tee perfekt. Ganz und gar verzückt hat mich jedoch der Zitronen-Mohn-Kuchen (lemon and poppy seed, was noch viel schöner klingt), für den alleine sich ein Besuch in Nippes immer wieder lohnt.

Beim Kaffee gehen die Meinungen ein wenig auseinander – Fazit: sicherlich würde ich für den besten Espresso Kölns das ein oder andere Café vorziehen; zum Kuchen war der angebotene Cappuccino aber absolut okay. Ein wenig mehr Herzblut steckt dafür im Tee (irgendwie klar, oder?) – macht euch auf die Frage gefasst, welche Reihenfolge ihr vorzieht: Erst den Schwarztee in die Tasse und dann Milch dazu oder andersrum? Eine Grundsatzfrage, die unter Briten heiß debattiert wird. Und natürich gibt es nur eine richtige Antwort ;-)

Was das Café jedoch zu meinem persönlichen Wohlfühlort macht, ist, neben der schönen Einrichtung mit viel Holz und dem hellen Ambiente, das super freundliche und aufmerksame Team, das ganz individuell auf seine Gäste eingeht und sich mal dezent im Hintergrund hält, gleichzeitig aber einen angeregten Austausch ebensowenig scheut. Diese herzliche Atmosphäre schätzen sowohl deutsch- als auch englischsprachige Café-Besucher aller Altersgruppen. So wird aus der Tasty Pasty Company eine echte kleine, Britische Oase mitten in Köln.

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Mauenheimer Strasse 28, 50733 Köln

Website Tasty Pasty Co

facebook tasty pasty

Daisys Café – Köln

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Vor einer Weile hat es mich in das Daisys Café nach Köln Zündorf verschlagen – ein Stadtteil, den ich zugegebenermaßen bislang nie wirklich auf dem Schirm hatte, liegt er ja nicht gerade um die Ecke (meine; und womöglich geht es so manchem Kölner ähnlich). Dabei ist es in dem ruhigen Veedel, das unmittelbar am Rhein gelegen ist, wirklich sehr nett und ein Besuch bietet sich vor allem bei dem schönen Frühlingswetter und in Kombination mit einem Ausflug in das Erholungsgebiet Groov an.

Tatsächlich war mein Antrieb, in den rechtsrheinischen Süden Kölns zu fahren, nun aber explizit das Daisys Café. Die Erwartungen waren den herausrgenden Rezensionen im Internet entsprechend gehoben und – das Fazit gleich vorneweg – wurden nicht enttäuscht: hier stimmt so ziemlich alles.

Es ist auf den ersten Blick hell, sauber und gemütlich im Daisys, der einladende Innenbereich mit viel Liebe zum Detail dekoriert (inklusive Hut-Lampe, René Magritte Style; siehe unten) und auch der Service ist freundlich und aufmerksam. Beim ersten Blick in die umfangreiche Karte wird klar: hier hat man die Qual der Wahl aus den verschiedensten Köstlichkeiten, von Waffeln in diversen Variationen über Kuchen und Torten bis zum englischen Afternoon Tea mit Sandwiches, Scones und clotted cream. Ein großes Frühstücksangebot (von der spanischen Chorizo bis rein vegan) rundet das Ganze ab. Dabei kommen die ausgewählten Produkte vorwiegend aus Zündorf und der Region – die Rösterei Mahou aus Porz beispielsweise liefert die spezielle Daisys Kaffee Mischung.

Der bestellte Cappuccino kam zwar ohne fancy Latteart daher, war aber durchaus gut (und groß) – die Waffel mit Kirschen und vor allem der Heidelbeerkuchen sehr lecker! Auch Teeliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten und apropos Tee: Mit Daisys Tearoom & Garden gibt es gleich noch einen zweiten Standort direkt an der Groov. Ein Ausflug nach Zündorf lohnt sich also auf alle Fälle und wegen Daisys mindestens schonmal doppelt.

Montags ist Ruhetag – sonst bis 18.00 Uhr geöffnet.

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Café, Wahner Straße 5, 51143 Köln

Tearoom & Garden, Gütergasse 21, 51143 Köln

Website Daisys