Kaffeesaurus – Köln

Kaffeesaurus (14)

Seit gut drei Monaten ist am Kölner Friesenplatz ein neues Café beheimatet – Kaffeesaurus, das sich innerhalb kürzester Zeit zum neuen Hotspot unter Kaffee-Fans gemausert hat. Kein Wunder, ist es schließlich das zweite Projekt von Rafet Aydogdu, der mit Kaffeesapiens bereits eine sehr gelungene Kaffeebar in den alten Messehallen in Deutz betreibt.

Kaffeesaurus ist größer, heller und, was die Lage mitten in der Innenstadt angeht, für viele Besucher womöglich naheliegender als der Abstecher auf die Schäl Sick (wobei ich an dieser Stelle auch das Kaffeesapiens ausdrücklich empfehlen möchte). Der größte Unterschied ist jedoch, dass es sich bei der minimalistisch eingerichteten Kaffee-Oase um eine Kombination aus Café, Rösterei und Backstube handelt. Heißt im Klartext: Hier wird nicht nur frisch geröstet, auch die Backwaren sind vor Ort hergestellt und somit ofenfrisch!

Kaffeesaurus überzeugt auch dank seines ‚All day breakfast‘-Konzeptes, das ein wenig an das Benedict erinnert – das (saisonal wechselnde) Angebot umfasst u.a. Eggs Benedict, Pancakes mit Eis, Porridge, Granola sowie beispielsweise das T-Rex-Sandwich oder den Breakfast Burger für den herzhafteren Geschmack.

Wir entschieden uns zum Brunch für Omelette, Croissants und den Breakfast Burger mit Pastrami, dazu gab es Flat White, Cappuccino und Limonade von Proviant Berlin. Der Kaffee ist ausgezeichnet – die Bohnen sind aus direktem Handel und nachhaltigem Anbau und die Baristi verstehen ihr Handwerk (auf der Website gibt es übrigens sehr lesenswerte nähere Infos zur Herkunft und Aufbereitung der Kaffeebohnen). Persönlich würde ich mir ein wenig mehr Auswahl Richtung einfaches, süßes Frühstück wünschen (die angebotenen Kombis sind doch eher herzhaft oder ziemlich opulent) –  auf Nachfrage war es aber gar kein Problem, zum Croissant eine einzelne Marmelade zu bekommen.

Überhaupt fiel eine Sache besonders positiv auf: der freundliche und super aufmerksame Service! Obwohl im Kaffeeaurus Selbstbedienung ist, wird man gerne auch am Tisch beraten, die bestellten Speisen und Getränke werden gebracht und man erkundigte sich wirklich gewissenhaft, ob alles zu unserer Zufriedenheit sei, obwohl das Café an dem Vormittag rappelvoll war. Hiervon dürfte sich der ein oder andere Laden gerne etwas abgucken.

Alles in allem kann ich das Kaffeesaurus wärmstens empfehlen – toller Kaffee, leckeres Essen, nette Leute und ein erfrischend eigenständiges Interieur. Die langen Öffnungszeiten sind auch ein Traum: Mo.-Fr. 8.00 – 19.00/Sa. 9.00-20.00/So. 9.00-18.00

kaffeesaurus-4.jpgKaffeesaurus (1)Kaffeesaurus (5)Kaffeesaurus (7)Kaffeesaurus (11)

Friesenplatz 15, 50672 Köln

Website Kaffeesaurus

Facebook Kaffesaurus

3 Berliner Kaffeeoasen – Gastbeitrag von Briefkastenliebe

image00002image00003

Bunte Blätter auf den Wegen, der ein oder andere Regenschauer & das stetige Bedürfnis, schnellstmöglich wieder einen heimeligen Ort aufsuchen zu dürfen – es herbstelt auf den Straßen Berlins. Wir schreiben nun wieder jene Zeit, in welcher wir nur bedingt gewillt sind, länger als nötig draußen unterwegs zu sein, wenn uns nicht ein entsprechend notwendiges oder eben auch wundervolles Ziel in Aussicht gestellt wird. Letzteres ist dabei wohl genau mein Stichwort: Wundervoll. Denn genau jenes Prädikat möchte ich den drei Kaffeeoasen, welche ich euch in diesem Gastartikel vorstellen mag, verleihen. Wundervolle Orte, deren Besuch ihr selbst am grau-verregnetesten Herbsttag nicht bereuen werdet:

Kaffeeoase No.1: eliza – Café & Lieblingsstücke

image00001image00002

eliza ist das Kiezwohnzimmer und Lieblingsladen für handverlesene Wohnwaren und besondere Geschenke“ – so lautet die Selbstbeschreibung des Cafés auf seiner Homepage. Word. Entdeckt habe ich das schnucklige Kiezcafé durch Instagram. Dort wurde ich zunächst auf das Gästebuch des Cafés aufmerksam, welches ein Bekannter in seinem Feed gepostet hatte. Eine fabelhafte Idee, wie ich finde und so führte mich meine Neugier nur wenig später nach Kreuzberg in den Wrangelkiez. Genauer gesagt in die Sorauer Straße. Diese liegt ein wenig Abseits vom sonst sehr touristisch gefüllten Gewusel rund um die Kreuzberg-Seite der Oberbaumbrücke. Ja, wenn man so will, muss man wirklich um die Adresse von eliza wissen, um auf diese Kaffeeoase zu stoßen. Denn in der Sorauer Straße ist es sonst eher ruhig. Umrahmt von wunderschönen Altbauten, findet man das Café aber dann auch recht flink.

Schnuckligste Einrichtung trifft hier auf leckerste Köstlichkeiten. Von der wärmenden Suppe bis hin zum veganen Bananenbrot. Schwierigkeitslevel der Entscheidungsfindung: Fortgeschritten. Oder in meinem Fall: Glasklar. Denn bei Eliza gibt es Karottenkuchen mit Frischkäsetopping. Wow. Den musste ich probieren. Für meine Begleitung gab es an jenem Samstagnachmittag ein Stück veganen Bananenkuchen und dazu jeweils eine Tasse Kaffee.

Verzückt, Verwöhnt, Verliebt. Wir schlemmten uns glücklich und können nach diesem Kaffeeoasen-Besuch nur jedem Empfehlen, eliza einmal zu besuchen. Wir kommen auf jeden Fall wieder & das nicht zuletzt, da wir dem tollen Café noch einen Gästebuch-Eintrag schulden.

Sorauer Straße 6, 10997 Berlin-Kreuzberg

www.elizaberlin.de

Kaffeeoase No.2: geh Veg

image00001image00003

Die Worte Berlin & Vegan erscheinen außerhalb der Hauptstadtgrenzen vermutlich wie eine eng verschlungene Symbiose, welche man entweder feiert oder eben aus tiefstem Herzen verabscheut. Beides ist OK, nur bevor die Gegner beginnen, Voodoo-Puppen aus Tofu zu basteln: Ich habe fabelhafte Neuigkeiten für euch! Dieses hipstrig-vegan-überfüllte Berlin kann manchmal echt was! Ich selbst stehe dem Thema nämlich auch nicht immer mit allerbestem Gefühl gegenüber. Trend-Veganer und künstlich gehypte Unverträglichkeiten sind mir absolut zu wider und obendrein mag ich einfach kein Tofu. Und da kommen wir zur meines Erachtens größten Krux der Sache: Viele vegane Lokale bieten zu viel oder gar alles mit Tofu an. Und dann bin ich raus. Aber genug der negativen Worte, es sollen ja schließlich noch richtig gute werden!

Und werden es auch. Denn mein ganz persönliches Mekka des veganen Frühstücks habe ich in Moabit gefunden: geh Veg! Eigentlich müsste man das Café ja direkt mal umbenennen, aber geh Hin würde schlussendlich der Clou des veganen klauen, also lassen wir das besser. Das Geh Veg hat wirklich tolle Kombinationen auf der Karte, welche bei mir insbesondere damit punkten, dass sie größtenteils ohne seltsame Ersatzprodukte wie „Tofu-Wurst“ oder ähnlichem auskommen. Nein, hier weiß man die wundervolle Kulinarik der Obst- & Gemüsewelt in tolle Geschmackskompositionen umzusetzen.

Auch preislich finde ich das Geh Veg einfach tip top! Eine Smoothie-Bowl in grün oder rot bekommt ihr hier für gute 5€, einen Bagel mit beispielsweise unglaublichem Süßkartoffel-Belag (ein Träumchen für mich) für 3,50€. Faire Preise und ein super Angebot! Denn hier wird auch alles frisch & mit Liebe zubereitet. So verwundert es nicht, dass ich & meine Begleitung es uns an jenem Samstag richtig gut gehen ließen: Smoothiebowl, Frühstücksteller, Bagel, Kaffee & on Top für meine Freundin einen heißen Manner-Milchshake, den sie ebenfalls sehr lecker fand!

UUUND: zu guter Letzt sei erwähnt, dass es auch ziemlich gemütlich ist im Geh Veg. Retro Polster laden euch zum Schlemmen & Verweilen ein und wen dann doch wieder die Wanderlust packt, der hat es vom Café aus zum Glück auch überhaupt nicht weit zum Hansa-Viertel, wo ihr ganz wundervoll an der Spree entlang spazieren könnt. Fazit: Lohnt sich doppelt & dreifach!

Birkenstraße 30, 10551 Berlin-Moabit

www.gehvegberlin.de

Kaffeeoase No.3: MANA RESTAURANT

image00004image00005

Komplettiert wird das heutige Empfehlungstrio meines Artikels durch das MANA Restaurant. Der Vegan-Brunch-Spot Nummer zwei, denn insbesondere der Brunch ist es, welcher viele Foodies am Sonntag nach Schöneberg pilgern lässt. Im MANA wird sonntags gebruncht! Und nicht nur ein bisschen, nein, gleich von 10 bis 16 Uhr! Ausschlafen ist also kein Problem, dass könnt ihr vorm leckeren Schlemmen alle mal. Ich und meine Begleitung haben uns für 11 Uhr einen Tisch reserviert & können euch selbiges nur empfehlen. Das vegane Sonntags-Frühstückslokal ist nämlich mehr als heiß begehrt und hat sich kurz nach unserer Ankunft sehr schnell vollgefüllt. (Reservieren klappt übrigens ganz einfach per Website – Wunschzeit auswählen und fertig.)

Gut gefüllt war auch das vegane Buffet – hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten: Süß, Salzig, Warm, Kalt – für jeden Geschmack ist etwas dabei! Und auch frisch gemixte Smoothies stehen zur Verfügung. Und auch hier wieder das große Plus meinerseits: Lediglich 1-2 Speisen wurden mit Tofu zubereitet, der Rest war rein auf Obst- & Gemüsebasis.

Hier gibt´s echt tolle Köstlichkeiten auf dem Buffet zu entdecken: Selbstgebackene Brötchen, Paprikacreme, Kokos-Cashew-Creme, Zitronen-Mohn-Kuchen, Beeren Crumble und und und! Eine Komposition, die ihre 14,90 Euro auf jeden Fall wert ist. Kaffee, Tee & andere Getränke müsst ihr nebst den Smoothies vom Buffet separiert ordern, aber auch dieses gibt’s zu fairen Preisen und mit Mandel-, Hafer- oder Sojamilch als Option zu ein und demselben Preis.

Und noch ein toller Hinweis: Bei Mana Glow Food könnt ihr abends auch Essen retten! Denn das Restaurant ist Teil der „Too Good to Go“-Community und so könnt ihr per App jeden Tag was Gutes tun & Reste vor dem Wegwerfen retten!

Belziger Straße 34, 10823 Berlin-Schöneberg

http://mana-food.de

Über Briefkastenliebe

image00001

Briefkastenliebe – das ist Franzis kleiner Neologismus, der seit Februar 2016 auch in Blog-Form gepflegt wird. Aufgeschrieben wird, was auf dem Herzen brennt – vorrangig Hauptstadtliebleien aus dem Tindergarten sowie meine Highlights der Café-Landschaft Berlins & auch Kölns.

Briefkastenliebe auf facebook

Briefkastenliebe auf instagram

Black Coffee Pharmacy – Bonn

Choffee Pharmacy Bonn (8)

Als ich vor kurzem die Coffee Pharmacy in der Bonner Südstadt besucht habe, war es tatsächlich noch so warm, dass man Kaffee und Kuchen auf den Sitzbänken vor dem Laden genießen konnte; ein toller Ort, um das Treiben auf der Straße zu beobachten, mittendrin und trotzdem entspannt.

Einladend ist aber auch der Innenbereich des kleinen Cafés, das seit drei Jahren am Bonner Talweg beheimatet ist und seine Gäste mit diversen Kaffeespezialitäten, einer großen Auswahl an Kuchen, Torten und Desserts sowie einigen herzhaften Speisen (je nach Tagesangebot) und Snacks versorgt. Zum Frühstück gibt es Croissants, selbstgemachte Müslis und Obstsalate.

Das Ambiente der Coffee Pharmacy (neben der sich übrigens tatsächlich eine Apotheke befindet) ist industrial design-mäßig modern, aber durch die vielen Holzelemente, Sitzkissen etc. durchaus gemütlich. Ein witziges Detail ist die kleine Empore mit zwei kleinen Tischen und einem Sessel inklusive Leselampe – ein begehrtes Plätzchen mit Blick auf den Laden und seine Gäste.

Zum wichtigsten Teil – Kaffee und Kuchen! Für uns gab es Flat White plus Zimtschnecke und Cappuccino (ebenfalls im Glas) zum Zitronenkuchen. Die Bohnen bezieht das Café von der Kölner Rösterei Heilandt – eine ausgezeichnete Wahl, selbstredend. Beide Kaffeespezialitäten waren sehr gut zubereitet, auch das hausgemachte Gebäck war lecker, wenngleich der Zitronenkuchen für meinen Geschmack etwas saftiger hätte sein können. Wasser mit Minze und Orange, wahlweise auch mit Ingwer, kann man sich selbst nehmen – perfekt.

Die Black Coffee Pharmacy ist definitiv einen weiteren Besuch wert, sowohl wegen des guten Kaffees, als auch wegen der zahlreichen Leckereien (darunter einige italienische Dolci!), die ich in der Kuchenvitrine gesehen habe… Und nicht zu vergessen auch wegen der freundlichen Mädels hinter der Theke, die einem schon beim Betreten des Cafés das Gefühl geben, hier herzlich willkommen zu sein.

Choffee Pharmacy Bonn (3)Choffee Pharmacy Bonn (6)Foto 17.09.18, 17 03 11 (1)Choffee Pharmacy Bonn (2)Choffee Pharmacy Bonn (11)Choffee Pharmacy Bonn (13)Choffee Pharmacy Bonn (9)

Bonner Talweg 46b, 53113 Bonn

Website Black Coffee Pharmacy

BCP facebook

Café Lukha und Herr Landmann – Köln

herr landmann (1)

Vor einer Weile habe ich das Familien-Café Lukha und Herr Landmann besucht – vielen vielleicht noch bekannt als „Emi und Herr Landmann“ auf der Lanmannstraße in Köln Ehrenfeld. Im Juni wurde es neu eröffnet und ist nun nach dem Sohn von Inhaberin Nina, Lukha, benannt. Neben der Namensänderung gibt es auch Veränderungen im Angebot des Cafés: Zu den Veranstaltungen für Groß und Klein gehören In- und Outdoor-Trödel an Sonntagen ebenso wie Motto-Lesestunden, weitere Events sind in Planung.

Dass Kinder hier nicht nur willkommen sind, sondern im Mittelpunkt stehen, wird gleich beim Betreten des überaus geräumigen und modern gestalteten Cafés klar: Hier gibt es keine „Spielecke“ – überall darf gespielt, gemalt, gelesen und auch getobt werden. Eine Rutsche, kleine Indianerzelte, Spielküche, Bücher und vieles mehr machen den Aufenthalt für die Kleinen zum Erlebnis. Platz zum Bobbycarfahren gibt es genug, desweiteren eine riesige Sofaecke, die zum Beispiel stillenden Müttern eine komfortable Sitzgelegenheit bieten soll (aber auch sonst super bequem ist).

Zum kulinarischen Angebot gehören Kaffee, wechselnde Kuchen, Waffeln, Eis (von Eisfeld, super!) und auch herzhafte Kleinigkeiten. Ninas Wurzeln liegen in Georgien, sodass neben den georgischen Antipasti weitere Köstlichkeiten dieser Richtung in Planung sind; außerdem bietet das Café Frühstück an. Wir konnten dem Duft nach frischen Waffeln nicht wiederstehen, dazu gab es Cappuccino (mit Milch als auch mit Hafermilch von Oatly) – getestet und für lecker befunden wurden außerdem Stachelbeerkuchen und die Rhabarberlimo. Für die ganz Kleinen gibt es u.a. Babynahrung in Gläschen.

Die Preise bei Lukha und Herr Landmann sind echt fair und man kann hier auch am Wochenende entspannt – und bis 20.00 Uhr! – sitzen und quatschen. Eindeutige Empfehlung jedoch, dies in Begleitung mindestens eines Kindes zu tun – sonst würde man sich vermutlich doch etwas fehl am Platz fühlen ;-)

herr landmann (2)herr landmann (4)herr landmann (6)herr landmann (11)herr landmann (10)herr landmann (9)herr landmann (8)

Landmannstraße 4, 50823 Köln

facebook lukha und herr landmann

Website

Roasted Kaffeebar – Düsseldorf

Roasted (1)

Tatsächlich hat es mich zum Kaffeetrinken vor kurzem in die – aus Kölner Sicht – verbotene Stadt alias Düsseldorf verschlagen, genauer gesagt nach Pempelfort. Was war geschehen? Nun, der Umzug eines Familienmitgliedes ebendahin und damit neues Café-Terrain für mich. Erste Entdeckung auf der Erkundungstour war die Roasted Kaffeebar – gegründet Anfang 2017 von Barista Marco und seiner Frau Laura, einer Pâtissière. Heißt also: Hier sind Profis für Kaffee und Kuchen am Werk, die mit dem Café nach eigener Aussage einen Wohlfühlort schaffen möchten, in dem man ganz ohne Vokabeln oder Fachwissen guten Kaffee bekommt. Gleichzeitig kommen aber auch Kenner und Third Wave Coffee Liebhaber auf ihre Kosten, denn vom Kaffee aus der Chemex bis Cold Drip ist fast alles dabei. Dabei spielen natürlich Qualität und Herkunft der Produkte eine Rolle – so kommt der Kaffee von der Düsseldorfer Rösterei Schvarz und auch die Tees sowie saisonale Zutaten für Getränke und Speisen (im Angebot gibt es Stullen und Kuchen) stammen nach Möglichkeit aus der Region.

Die Liebe zum Detail und den hohen Qualitätsanspruch schmeckt man definitiv – die bislang getesteten Kaffeespezialitäten (Espresso lungo, Flat White, Cold Drip und Espresso Tonic, preislich eher im oberen Mittelfeld anzusiedeln) haben uns überzeugt. Wenngleich man mit einer längeren Wartezeit rechnen sollte, wenn nur eine Barista den Laden schmeißt. Aber man möchte ja meistens ohnehin ein bisschen verweilen… und wird auf jeden Fall super nett beraten.

Das heimliche Highlight zum Schluss, denn das war meines Erachtens die Schokoladentarte. Ich habe tatsächlich noch nie eine bessere gegessen. Unbedingte Empfehlung an dieser Stelle! Fazit – eine gemütliche und freundliche kleine Kaffeebar mit tollen Produkten, die bei schönem Wetter übrigens auch draußen genossen werden können. Bis 18.00 Uhr geöffnet, am Wochenende bis 19.00 Uhr, montags ist Ruhetag.

Roasted (7)Roasted (2)Roasted (4)Roasted (9)Roasted (6)Roasted (10)

Derendorfer Str. 3, 40479 Düsseldorf

Website Roasted

facebook roasted kaffeebar

Café Schwesterherz – Köln

schwesterherz (7)

Das Café Schwesterherz heißt seine Gäste seit mittlerweile acht Jahren auf der Venloer Straße in Köln Ehrenfeld willkommen – am Wochenende habe ich es endlich auch mal besucht. Während es, insbedondere zur Kaffee- und Kuchen „Rushhour“, oft einfach zu voll war, bot sich uns an diesem warmen Spätnachmittag eine größere Auswahl an Tischen im Außenbereich. Dieser befindet sich vor dem Laden auf dem Bürgerseteig, mittendrin im Treiben der Venloer Straße und trotzdem sitzt es sich hier ganz entspannt. Frischer Efeu schmückt die Tische und auch im Innenbereich des gemütlichen Altbaus mit wunderschönem Holzboden erkennt man die Liebe zum Detail.

Auf der Karte stehen neben Frühstück, Kuchen und Quetschbrot (gefüllte Panini, getoastet) Kaffeespezialitäten von Schamong sowie saisonale Specials: Smoothies, hausgemachte Limonade, Eiskaffee – der Cold Brew Coffee mit Zitronensorbet schien am verlockendsten, bevor die Wahl beim ersten Besuch dann doch auf die Klassiker Cappuccino, Cortado (erfreulicherweise als single oder double shot wählbar, ich empfehle letzteres) sowie den Käse-Mohnkuchen fiel.

Die Beratung duch die Mitarbeiter war ausgesprochen freundlich, das Stück Kuchen kam schnell und war riesig, wenngleich ich etwas Pech hatte, da der Boden leider nicht richtig durchgebacken war. Hier wäre Luft nach oben, wobei ich davon ausgehe, dass das nicht die Regel ist, habe ich doch von allen Seiten bisher nur Gutes über die hausgemachten Kuchen gehört.

Alles in allem lassen sich im Café Schwesterherz sehr entspannte Momente verbringen – und auch wenn der ein oder andere Mann den Namen des Cafés, das tatsächlich von zwei Schwestern geführt wird, erstmal skeptisch nachklingen lässt: Ja, es sind viele Frauen hier. Aber ein paar Herren habe ich, wenn auch in der Konstellation als Paar, dennoch entdeckt ;-)

schwesterherz (4)schwesterherz (8)schwesterherz (9)schwesterherz (1)schwesterherz (2)

Venloer Straße 239, 50823 Köln

facebook schwesterherz

Il Gelato a Roma – 3 Tipps

IMG_2328

Italien und Eis – das gehört zweifelsohne zusammen! Auch bei einem Städtetrip in die Città Eterna solltet ihr die Gelegenheit nicht verpassen, in einer (oder auch in mehreren) guten Eisdielen vorbeizuschauen. Neben einer ganzen Menge wirklich guter Läden gibt es natürlich auch die ein oder andere – Touristenfalle ist so ein böses Wort – „nicht so herausragende“ Gelateria, in der ihr zwar sicher passables Eis bekommen werdet, nicht aber in den Genuss von wirklich fantastischem gelato artigianale (handgemachtes Eis) kommt.

Als kleine Inspiration für einen möglichen Rom Aufenthalt (der sich immer und zu nehezu jeder Jahreszeit lohnt) gibt es heute eine Top 3 Auswahl von mir – die Liste ließe sich ewig fortführen, aber das hier ist schonmal ein Anfang!

Giolitti

Mitten im historischen Zentrum Roms, unweit vom Pantheon, liegt die weltberühmte Eisdiele/Konditorei Giolitti. Im historischen Ambiente des seit über 100 Jahren bestehenden Ladens kann man auch Kaffee und allerhand süße Kostbarkeiten genießen – die meisten Menschen pilgern aber definitiv wegen der sagenhaft guten Eissorten hierher. Giolitti ist natürlich längst in jedem Resieführer zu finden und Touristen (aber auch Einheimische!) strömen in Massen hinein um sich ein Eis zu holen. Wer es weniger trubelig mag, geht am besten abends hin. Das Eis, mittlerweile soll es um die 100 Sorten geben, ist tatsächlich himmlisch. Mit den Klassikern Schokolade oder Stracciatella macht man alles richtig, aber auch die Fruchtsorten und Sorbets (Champagner!) sind super.

Via degli Uffici del Vicario 40

IMG_0256IMG_0252Rom 177

Venchi

Venchi ist in erster Linie eine Chocolaterie mit langer Tradition, die an verschiedenen Standorten in Rom auch sehr gutes Eis anbietet. Die diversen Schokoladensorten mit Nougat oder  Zartbitter (auch als Sorbet) sind ein Muss, die Klassiker Pistazie, Haselnuss oder Erdbeere überzeugen dank hochwertiger und ausgewählter Zutaten (wie etwa sizilianische Pistazien aus Bronte oder Piemont Haselnüsse) aber ebenso. Daneben gibt es einige etwas ausgefallenere Sorten, immer mit dem Ziel, authentische und ausgewogene Geschmackserlebnisse zu kreieren. Das Eis von Venchi kommt dem hohen Anspruch entsprechend natürlich ohne Aroma- oder Farbstoffe und ohne Verdickungsmittel aus. Wer in der Nähe der Spanischen Treppe oder auf der Via del Corso unterwegs ist sollte Venchi definitiv einen Besuch abstatten.

Via della Croce 25/26, Via del Corso 335

venchi 3.venchi-21-e1527539506660.jpgvenchi

Gelatario

Als dritte und unbedingt empfehlenswerte Gelateria habe ich das unter Touristen nahezu unbekannte Gelatario gewählt, das es an zwei Standorten gibt. Einer davon ist auf der Via Tuscolana, die in den Süd-Osten Roms führt. Ein Besuch dort bietet sich an wenn ihr Richtung San Giovanni in Laterano unterwegs seid oder einfach eine ursprünglichere Seite der Stadt kennenlernen wollt. Mit der Metro erreicht man die seit 2010 bestehende Eisdiele sehr schnell und wird belohnt mit einer feinen Auswahl an Eiscremes, Sorbets und Granitas. Das Eis befindet sich unter Metalldeckeln: wer bunt dekorierte Sorten erwartet könnte enttäuscht sein, aber das Produkt spricht anschließend einfach für sich! Ich habe selten so grandioses Eis gegessen. Wer mag, bekommt auch Eis am Stiel oder Granita. Die (saisonal wechselnden) Zutaten sind bei Gelatario von höchster Qualität und das Eis bekommt man hier deutlich günstiger als im Zentrum. Schon bei der kleinen Portion für 2,- € dürft ihr hier bis zu drei Sorten wählen.

Via Tuscolana 325

IMG_2416IMG_2420IMG_2423

Abschließende Eis Tipps:

In der Regel muss erst an der Kasse die Größe gewählt und bezahlt werden, anschließend geht man mit dem Bon zur Theke, sagt ob man Becher (copetta) oder Hörnchen (cono) möchte und wählt die Sorten. Bei der kleinsten Größe kann man in der Regel 2-3 Sorten nehmen, die Preise liegen zwischen 2,- € und 3,- € – Sahne gibt es fast immer gratis.

Benedict – Berlin

Benedict (10)

„All about Breakfast“ lautet der Slogan des seit Ende 2016 in Berlin Charlottenburg beheimateten Benedict und beschreibt genau, worum es hier geht: Frühstück – aus aller Welt, rund um die Uhr, und das tatsächlich an jedem einzelnen Tag der Woche!

Die Berliner Filiale der seit 2006 in Tel Aviv beheimateten Restaurantkette ist die erste außerhalb Israels und hat einen echten Hype ausgelöst: Die Kombination aus allen nur denkbaren internationalen Frühstücksgerichten, stylischem urban jungle Interieur und eben der Möglichkeit, hier rund um die Uhr verweilen zu können, zieht von Hipstern, Familien, jungen Paaren, großen Cliquen bis hin zu gesetzten Herren viele Menschen an. Auch die in Berlin ansässige Prominenz schaut gerne mal vorbei – dementsprechend gut besucht ist der Laden, vor allem um die Brunch-Zeit. Reservierungen sind erst ab 16.00 Uhr möglich, sodass man vormittags auf jeden Fall mit einer längeren Wartezeit rechnen muss!

Die lässt sich bei einem ersten Kaffee in der Lobby des zugehörigen Max Brown Hotels vertreiben, in der sich auch die angeschlossene Bäckerei des Benedict befindet. Hier gibt es ofenfrisches Gebäck, Brote und andere Köstlichkeiten für zu Hause zu kaufen. Wird einem schließlich der Sitzplatz an einem der großen Tische zugeteilt, folgt die Qual der Wahl aus der Frühstückskarte: Zur Auswahl steht von süß bis herzhaft so einiges, allen voran die namensgebenden Eggs Benedict, aber auch veganes Müsli, Avocado Bagels, French Toast, Entrecote, Vietnamesisches Omelette und vieles mehr…

Wir entschieden uns für Granola mit frischen Früchten und Joghurt, Blaubeer-Pancakes mit Ahornsirup, dazu gab’s einen Brotkorb, Kaffee und frisch gepressten Saft. Der Brotkorb überzeugte danke einer Auswahl an frisch gebackenen Brötchen, die nach Bedarf nachgereicht werden, und selbstgemachter Marmelade, Butter und Nutella. Für 5,- € ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das trifft auch auf die wahnsinnig leckeren Pancakes und das Granola zu, die mit 6,- bzw. 7,50  € für mein Empfinden etwas teurer, aber letztlich so gut gemacht und sättigend sind, dass auch dieser Preis in Ordnung geht.

Hype hin oder her – ich kam mit hohen Erwartungen ins Benedict, die nicht enttäuscht wurden. Ob man bereit ist, bis zu einer Stunde oder länger auf einen Platz zu warten, muss jeder für sich entscheiden – belohnt wird man in jedem Fall mit einem professionellen Service, Essen in hoher Qualität und einem Ambiente, in dem jedes Detail (bis hin zur Handlotion in den Waschräumen) stimmig ist.

Benedict (5)Benedict (11)Benedict (19)Benedict (2)Benedict (3)Benedict (21)

Uhlandstraße 49, 10719 Berlin

Website Benedict Berlin

benedict facebook

Music Store – Köln

platte music store

Zugegeben, in dieser Location dreht sich zunächst mal alles um Musikinstrumente und nicht primär um koffeinhaltige Heißgetränke – die Bar im Music Store in Köln Kalk ist kein Café im klassischen Sinne und dennoch eine wirkliche Kaffee-Oase: ein Ort, um neue Energie zu tanken, einen Moment lang die Seele baumeln zu lassen oder ein paar Sonnenstrahlen zu genießen. Kurzum – ein Lieblingsplatz, dem ich hier endlich ein paar Zeilen widmen möchte.

Music Store gilt als das Eldorado für Musiker – im 2011 bezogenen riesigen Neubau an der Istanbulstraße erstreckt sich das Angebot von Gitarren, Bässen, Tasten- und Blasinstrumenten über PA, DJ und Licht bis hin zu Noten und Zubehör über vier Etagen. Instrumente werden bespielt, bestaunt und gekauft – sowohl Einsteiger als auch Profis pilgern in Scharen hierher um zu stöbern. Demenstprechend voll und laut geht es manchmal zu.

Glücklicherweise gibt es diesen Ort, an dem der ganze Trubel kurz nebensächlich wird – die Kaffee-Bar, inmitten von Gitarren und Bässen. Ein Stück Retro-USA mit Highway-Charme: Tankstellen-Elemente, ein traumhafter Cadiallac und die American Diner-Theke dominieren das Bild. Hier gibt es eine Auswahl an Getränken, die relativ übersichtlich ist (Kaffeespezialitäten, Kakao oder Wasser) aber definitiv durch ein überragendes Preis-Leistungsverhältnis besticht: alles kostet nur 1,- €. Und gemessen an diesem Preis sind die Sachen wirklich ordentlich zubereitet und groß. Außderdem sind die Mädels und Jungs hinter der Theke sehr nett.

Leider gibt es keine Kuchen, dafür aber Schokoriegel im Angebot – für den Energiekick zwischendurch definitiv okay. Wer also „irgendwas mit Musik“ zu Tun hat und bei Music Store in Kalk landet – begebt euch zwischendurch mal in die obere Etage, versinkt in einem der gemütlichen Ledersessel oder genießt den Blick von der Terasse bei einem leckeren Käffchen.

music store (10)music store (2)music store (16)music store (12)music store (13)music store (15)music store (11)

Istanbulstr. 22-26, 51103 Köln

musicstore.de

Wo ist Tom? – Köln

wo ist tom (4)

In erster Linie ist es wohl der ungewöhnliche Name dieses seit gut vier Jahren in Köln Sülz beheimateten Cafés, der neugierig macht und hängen bleibt. Was es damit auf sich hat, dazu später mehr. Tatsache ist – im Gedächtnis bleibt Wo ist Tom? auch dank des überaus stimmigen Gesamtpaketes aus Location, Service und kulinarischem Angebot.

Ein großer Pluspunkt liegt zunächst einmal darin, dass man in dem geräumigen Café, das sich über zwei Etagen erstreckt und durchweg im Retro-Look gehalten ist, auch an Wochenenden zur Kaffee-und-Kuchen Rushhour ein Plätzchen findet; in anderen Cafés auf der Zülpicher Straße ist das nicht immer so leicht. Wer es gerne ein bisschen luftiger um sich hat statt anderen Gästen auf dem Schoß zu sitzen, ist hier gut aufgehoben – vor allem die Empore bietet neben ausreichend Platz auch noch eine wunderbare Sicht auf’s Geschehen (und die Kuchentheke!).

Letztere ist üppig bestückt mit nahezu allem, was das süße Herz begehrt: Bananenbrot, Obstkuchen, Granola, Cookies und ein außergewöhnlich großes Angebot an diversen Cheesecakes; preislich nicht ganz günstig, aber allesamt frisch vor Ort gebacken und exklusiv hier zu bekommen. Auf den Fotos zu sehen ist der Schwarzwälder Kirsch Cheesecake, der überraschend dezent gesüßt war und viel leichter schmeckte, als der erste Blick vermuten ließ – sehr lecker.

Mit einem guten Cappuccino und angenehmer Hintergrundmusik (endlich mal wieder Jazz in einem Café gehört!) lässt es sich hier defintitiv das ein oder andere Stündchen aushalten, ob zum gemütlichen Kaffeeplausch, zum Zeitunglesen oder zum Arbeiten (freies Wlan verfügbar).

Bestellt wird, indem man auf einer Karte die gewünschten Getränke und Speisen ankreuzt –  da es sich um ein inklusives Café der Lebenshilfe handelt, arbeiten im Service auch Menschen mit Handicap, die durch einfache Maßnahmen wie das Menü zum Ankreuzen die Chance erhalten, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Dem Gründer der Lebenshilfe, Tom Mutters, ist übrigens auch der geheimnisvolle Name des Cafés zu verdanken.

Wo ist Tom? ist ein Ort zum Wohlfühlen und Schlemmen, der ein bunt gemischtes Publikum anzieht und definitiv auch dank der überaus freundlichen Mitarbeiter punktet. Neben ganztägigem Frühstück (yippee für Spätaufsteher) stehen auch herzhafte Snacks, Salate und warme Gerichte auf der Karte, die ich bei Gelegenheit auch mal testen werde – bisher waren die Kuchen einfach zu verlockend…

wo ist tom (3)wo ist tom (11)wo ist tom (1)wo ist tom (7)wo ist tom (8)

Zülpicher Straße 309, 50937 Köln

Wo ist Tom Webiste

facebook wo ist tom