Café Lukha und Herr Landmann – Köln

herr landmann (1)

Vor einer Weile habe ich das Familien-Café Lukha und Herr Landmann besucht – vielen vielleicht noch bekannt als „Emi und Herr Landmann“ auf der Lanmannstraße in Köln Ehrenfeld. Im Juni wurde es neu eröffnet und ist nun nach dem Sohn von Inhaberin Nina, Lukha, benannt. Neben der Namensänderung gibt es auch Veränderungen im Angebot des Cafés: Zu den Veranstaltungen für Groß und Klein gehören In- und Outdoor-Trödel an Sonntagen ebenso wie Motto-Lesestunden, weitere Events sind in Planung.

Dass Kinder hier nicht nur willkommen sind, sondern im Mittelpunkt stehen, wird gleich beim Betreten des überaus geräumigen und modern gestalteten Cafés klar: Hier gibt es keine „Spielecke“ – überall darf gespielt, gemalt, gelesen und auch getobt werden. Eine Rutsche, kleine Indianerzelte, Spielküche, Bücher und vieles mehr machen den Aufenthalt für die Kleinen zum Erlebnis. Platz zum Bobbycarfahren gibt es genug, desweiteren eine riesige Sofaecke, die zum Beispiel stillenden Müttern eine komfortable Sitzgelegenheit bieten soll (aber auch sonst super bequem ist).

Zum kulinarischen Angebot gehören Kaffee, wechselnde Kuchen, Waffeln, Eis (von Eisfeld, super!) und auch herzhafte Kleinigkeiten. Ninas Wurzeln liegen in Georgien, sodass neben den georgischen Antipasti weitere Köstlichkeiten dieser Richtung in Planung sind; außerdem bietet das Café Frühstück an. Wir konnten dem Duft nach frischen Waffeln nicht wiederstehen, dazu gab es Cappuccino (mit Milch als auch mit Hafermilch von Oatly) – getestet und für lecker befunden wurden außerdem Stachelbeerkuchen und die Rhabarberlimo. Für die ganz Kleinen gibt es u.a. Babynahrung in Gläschen.

Die Preise bei Lukha und Herr Landmann sind echt fair und man kann hier auch am Wochenende entspannt – und bis 20.00 Uhr! – sitzen und quatschen. Eindeutige Empfehlung jedoch, dies in Begleitung mindestens eines Kindes zu tun – sonst würde man sich vermutlich doch etwas fehl am Platz fühlen ;-)

herr landmann (2)herr landmann (4)herr landmann (6)herr landmann (11)herr landmann (10)herr landmann (9)herr landmann (8)

Landmannstraße 4, 50823 Köln

facebook lukha und herr landmann

Website

Roasted Kaffeebar – Düsseldorf

Roasted (1)

Tatsächlich hat es mich zum Kaffeetrinken vor kurzem in die – aus Kölner Sicht – verbotene Stadt alias Düsseldorf verschlagen, genauer gesagt nach Pempelfort. Was war geschehen? Nun, der Umzug eines Familienmitgliedes ebendahin und damit neues Café-Terrain für mich. Erste Entdeckung auf der Erkundungstour war die Roasted Kaffeebar – gegründet Anfang 2017 von Barista Marco und seiner Frau Laura, einer Pâtissière. Heißt also: Hier sind Profis für Kaffee und Kuchen am Werk, die mit dem Café nach eigener Aussage einen Wohlfühlort schaffen möchten, in dem man ganz ohne Vokabeln oder Fachwissen guten Kaffee bekommt. Gleichzeitig kommen aber auch Kenner und Third Wave Coffee Liebhaber auf ihre Kosten, denn vom Kaffee aus der Chemex bis Cold Drip ist fast alles dabei. Dabei spielen natürlich Qualität und Herkunft der Produkte eine Rolle – so kommt der Kaffee von der Düsseldorfer Rösterei Schvarz und auch die Tees sowie saisonale Zutaten für Getränke und Speisen (im Angebot gibt es Stullen und Kuchen) stammen nach Möglichkeit aus der Region.

Die Liebe zum Detail und den hohen Qualitätsanspruch schmeckt man definitiv – die bislang getesteten Kaffeespezialitäten (Espresso lungo, Flat White, Cold Drip und Espresso Tonic, preislich eher im oberen Mittelfeld anzusiedeln) haben uns überzeugt. Wenngleich man mit einer längeren Wartezeit rechnen sollte, wenn nur eine Barista den Laden schmeißt. Aber man möchte ja meistens ohnehin ein bisschen verweilen… und wird auf jeden Fall super nett beraten.

Das heimliche Highlight zum Schluss, denn das war meines Erachtens die Schokoladentarte. Ich habe tatsächlich noch nie eine bessere gegessen. Unbedingte Empfehlung an dieser Stelle! Fazit – eine gemütliche und freundliche kleine Kaffeebar mit tollen Produkten, die bei schönem Wetter übrigens auch draußen genossen werden können. Bis 18.00 Uhr geöffnet, am Wochenende bis 19.00 Uhr, montags ist Ruhetag.

Roasted (7)Roasted (2)Roasted (4)Roasted (9)Roasted (6)Roasted (10)

Derendorfer Str. 3, 40479 Düsseldorf

Website Roasted

facebook roasted kaffeebar

Café Schwesterherz – Köln

schwesterherz (7)

Das Café Schwesterherz heißt seine Gäste seit mittlerweile acht Jahren auf der Venloer Straße in Köln Ehrenfeld willkommen – am Wochenende habe ich es endlich auch mal besucht. Während es, insbedondere zur Kaffee- und Kuchen „Rushhour“, oft einfach zu voll war, bot sich uns an diesem warmen Spätnachmittag eine größere Auswahl an Tischen im Außenbereich. Dieser befindet sich vor dem Laden auf dem Bürgerseteig, mittendrin im Treiben der Venloer Straße und trotzdem sitzt es sich hier ganz entspannt. Frischer Efeu schmückt die Tische und auch im Innenbereich des gemütlichen Altbaus mit wunderschönem Holzboden erkennt man die Liebe zum Detail.

Auf der Karte stehen neben Frühstück, Kuchen und Quetschbrot (gefüllte Panini, getoastet) Kaffeespezialitäten von Schamong sowie saisonale Specials: Smoothies, hausgemachte Limonade, Eiskaffee – der Cold Brew Coffee mit Zitronensorbet schien am verlockendsten, bevor die Wahl beim ersten Besuch dann doch auf die Klassiker Cappuccino, Cortado (erfreulicherweise als single oder double shot wählbar, ich empfehle letzteres) sowie den Käse-Mohnkuchen fiel.

Die Beratung duch die Mitarbeiter war ausgesprochen freundlich, das Stück Kuchen kam schnell und war riesig, wenngleich ich etwas Pech hatte, da der Boden leider nicht richtig durchgebacken war. Hier wäre Luft nach oben, wobei ich davon ausgehe, dass das nicht die Regel ist, habe ich doch von allen Seiten bisher nur Gutes über die hausgemachten Kuchen gehört.

Alles in allem lassen sich im Café Schwesterherz sehr entspannte Momente verbringen – und auch wenn der ein oder andere Mann den Namen des Cafés, das tatsächlich von zwei Schwestern geführt wird, erstmal skeptisch nachklingen lässt: Ja, es sind viele Frauen hier. Aber ein paar Herren habe ich, wenn auch in der Konstellation als Paar, dennoch entdeckt ;-)

schwesterherz (4)schwesterherz (8)schwesterherz (9)schwesterherz (1)schwesterherz (2)

Venloer Straße 239, 50823 Köln

facebook schwesterherz

Il Gelato a Roma – 3 Tipps

IMG_2328

Italien und Eis – das gehört zweifelsohne zusammen! Auch bei einem Städtetrip in die Città Eterna solltet ihr die Gelegenheit nicht verpassen, in einer (oder auch in mehreren) guten Eisdielen vorbeizuschauen. Neben einer ganzen Menge wirklich guter Läden gibt es natürlich auch die ein oder andere – Touristenfalle ist so ein böses Wort – „nicht so herausragende“ Gelateria, in der ihr zwar sicher passables Eis bekommen werdet, nicht aber in den Genuss von wirklich fantastischem gelato artigianale (handgemachtes Eis) kommt.

Als kleine Inspiration für einen möglichen Rom Aufenthalt (der sich immer und zu nehezu jeder Jahreszeit lohnt) gibt es heute eine Top 3 Auswahl von mir – die Liste ließe sich ewig fortführen, aber das hier ist schonmal ein Anfang!

Giolitti

Mitten im historischen Zentrum Roms, unweit vom Pantheon, liegt die weltberühmte Eisdiele/Konditorei Giolitti. Im historischen Ambiente des seit über 100 Jahren bestehenden Ladens kann man auch Kaffee und allerhand süße Kostbarkeiten genießen – die meisten Menschen pilgern aber definitiv wegen der sagenhaft guten Eissorten hierher. Giolitti ist natürlich längst in jedem Resieführer zu finden und Touristen (aber auch Einheimische!) strömen in Massen hinein um sich ein Eis zu holen. Wer es weniger trubelig mag, geht am besten abends hin. Das Eis, mittlerweile soll es um die 100 Sorten geben, ist tatsächlich himmlisch. Mit den Klassikern Schokolade oder Stracciatella macht man alles richtig, aber auch die Fruchtsorten und Sorbets (Champagner!) sind super.

Via degli Uffici del Vicario 40

IMG_0256IMG_0252Rom 177

Venchi

Venchi ist in erster Linie eine Chocolaterie mit langer Tradition, die an verschiedenen Standorten in Rom auch sehr gutes Eis anbietet. Die diversen Schokoladensorten mit Nougat oder  Zartbitter (auch als Sorbet) sind ein Muss, die Klassiker Pistazie, Haselnuss oder Erdbeere überzeugen dank hochwertiger und ausgewählter Zutaten (wie etwa sizilianische Pistazien aus Bronte oder Piemont Haselnüsse) aber ebenso. Daneben gibt es einige etwas ausgefallenere Sorten, immer mit dem Ziel, authentische und ausgewogene Geschmackserlebnisse zu kreieren. Das Eis von Venchi kommt dem hohen Anspruch entsprechend natürlich ohne Aroma- oder Farbstoffe und ohne Verdickungsmittel aus. Wer in der Nähe der Spanischen Treppe oder auf der Via del Corso unterwegs ist sollte Venchi definitiv einen Besuch abstatten.

Via della Croce 25/26, Via del Corso 335

venchi 3.venchi-21-e1527539506660.jpgvenchi

Gelatario

Als dritte und unbedingt empfehlenswerte Gelateria habe ich das unter Touristen nahezu unbekannte Gelatario gewählt, das es an zwei Standorten gibt. Einer davon ist auf der Via Tuscolana, die in den Süd-Osten Roms führt. Ein Besuch dort bietet sich an wenn ihr Richtung San Giovanni in Laterano unterwegs seid oder einfach eine ursprünglichere Seite der Stadt kennenlernen wollt. Mit der Metro erreicht man die seit 2010 bestehende Eisdiele sehr schnell und wird belohnt mit einer feinen Auswahl an Eiscremes, Sorbets und Granitas. Das Eis befindet sich unter Metalldeckeln: wer bunt dekorierte Sorten erwartet könnte enttäuscht sein, aber das Produkt spricht anschließend einfach für sich! Ich habe selten so grandioses Eis gegessen. Wer mag, bekommt auch Eis am Stiel oder Granita. Die (saisonal wechselnden) Zutaten sind bei Gelatario von höchster Qualität und das Eis bekommt man hier deutlich günstiger als im Zentrum. Schon bei der kleinen Portion für 2,- € dürft ihr hier bis zu drei Sorten wählen.

Via Tuscolana 325

IMG_2416IMG_2420IMG_2423

Abschließende Eis Tipps:

In der Regel muss erst an der Kasse die Größe gewählt und bezahlt werden, anschließend geht man mit dem Bon zur Theke, sagt ob man Becher (copetta) oder Hörnchen (cono) möchte und wählt die Sorten. Bei der kleinsten Größe kann man in der Regel 2-3 Sorten nehmen, die Preise liegen zwischen 2,- € und 3,- € – Sahne gibt es fast immer gratis.

Benedict – Berlin

Benedict (10)

„All about Breakfast“ lautet der Slogan des seit Ende 2016 in Berlin Charlottenburg beheimateten Benedict und beschreibt genau, worum es hier geht: Frühstück – aus aller Welt, rund um die Uhr, und das tatsächlich an jedem einzelnen Tag der Woche!

Die Berliner Filiale der seit 2006 in Tel Aviv beheimateten Restaurantkette ist die erste außerhalb Israels und hat einen echten Hype ausgelöst: Die Kombination aus allen nur denkbaren internationalen Frühstücksgerichten, stylischem urban jungle Interieur und eben der Möglichkeit, hier rund um die Uhr verweilen zu können, zieht von Hipstern, Familien, jungen Paaren, großen Cliquen bis hin zu gesetzten Herren viele Menschen an. Auch die in Berlin ansässige Prominenz schaut gerne mal vorbei – dementsprechend gut besucht ist der Laden, vor allem um die Brunch-Zeit. Reservierungen sind erst ab 16.00 Uhr möglich, sodass man vormittags auf jeden Fall mit einer längeren Wartezeit rechnen muss!

Die lässt sich bei einem ersten Kaffee in der Lobby des zugehörigen Max Brown Hotels vertreiben, in der sich auch die angeschlossene Bäckerei des Benedict befindet. Hier gibt es ofenfrisches Gebäck, Brote und andere Köstlichkeiten für zu Hause zu kaufen. Wird einem schließlich der Sitzplatz an einem der großen Tische zugeteilt, folgt die Qual der Wahl aus der Frühstückskarte: Zur Auswahl steht von süß bis herzhaft so einiges, allen voran die namensgebenden Eggs Benedict, aber auch veganes Müsli, Avocado Bagels, French Toast, Entrecote, Vietnamesisches Omelette und vieles mehr…

Wir entschieden uns für Granola mit frischen Früchten und Joghurt, Blaubeer-Pancakes mit Ahornsirup, dazu gab’s einen Brotkorb, Kaffee und frisch gepressten Saft. Der Brotkorb überzeugte danke einer Auswahl an frisch gebackenen Brötchen, die nach Bedarf nachgereicht werden, und selbstgemachter Marmelade, Butter und Nutella. Für 5,- € ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das trifft auch auf die wahnsinnig leckeren Pancakes und das Granola zu, die mit 6,- bzw. 7,50  € für mein Empfinden etwas teurer, aber letztlich so gut gemacht und sättigend sind, dass auch dieser Preis in Ordnung geht.

Hype hin oder her – ich kam mit hohen Erwartungen ins Benedict, die nicht enttäuscht wurden. Ob man bereit ist, bis zu einer Stunde oder länger auf einen Platz zu warten, muss jeder für sich entscheiden – belohnt wird man in jedem Fall mit einem professionellen Service, Essen in hoher Qualität und einem Ambiente, in dem jedes Detail (bis hin zur Handlotion in den Waschräumen) stimmig ist.

Benedict (5)Benedict (11)Benedict (19)Benedict (2)Benedict (3)Benedict (21)

Uhlandstraße 49, 10719 Berlin

Website Benedict Berlin

benedict facebook

Music Store – Köln

platte music store

Zugegeben, in dieser Location dreht sich zunächst mal alles um Musikinstrumente und nicht primär um koffeinhaltige Heißgetränke – die Bar im Music Store in Köln Kalk ist kein Café im klassischen Sinne und dennoch eine wirkliche Kaffee-Oase: ein Ort, um neue Energie zu tanken, einen Moment lang die Seele baumeln zu lassen oder ein paar Sonnenstrahlen zu genießen. Kurzum – ein Lieblingsplatz, dem ich hier endlich ein paar Zeilen widmen möchte.

Music Store gilt als das Eldorado für Musiker – im 2011 bezogenen riesigen Neubau an der Istanbulstraße erstreckt sich das Angebot von Gitarren, Bässen, Tasten- und Blasinstrumenten über PA, DJ und Licht bis hin zu Noten und Zubehör über vier Etagen. Instrumente werden bespielt, bestaunt und gekauft – sowohl Einsteiger als auch Profis pilgern in Scharen hierher um zu stöbern. Demenstprechend voll und laut geht es manchmal zu.

Glücklicherweise gibt es diesen Ort, an dem der ganze Trubel kurz nebensächlich wird – die Kaffee-Bar, inmitten von Gitarren und Bässen. Ein Stück Retro-USA mit Highway-Charme: Tankstellen-Elemente, ein traumhafter Cadiallac und die American Diner-Theke dominieren das Bild. Hier gibt es eine Auswahl an Getränken, die relativ übersichtlich ist (Kaffeespezialitäten, Kakao oder Wasser) aber definitiv durch ein überragendes Preis-Leistungsverhältnis besticht: alles kostet nur 1,- €. Und gemessen an diesem Preis sind die Sachen wirklich ordentlich zubereitet und groß. Außderdem sind die Mädels und Jungs hinter der Theke sehr nett.

Leider gibt es keine Kuchen, dafür aber Schokoriegel im Angebot – für den Energiekick zwischendurch definitiv okay. Wer also „irgendwas mit Musik“ zu Tun hat und bei Music Store in Kalk landet – begebt euch zwischendurch mal in die obere Etage, versinkt in einem der gemütlichen Ledersessel oder genießt den Blick von der Terasse bei einem leckeren Käffchen.

music store (10)music store (2)music store (16)music store (12)music store (13)music store (15)music store (11)

Istanbulstr. 22-26, 51103 Köln

musicstore.de

Wo ist Tom? – Köln

wo ist tom (4)

In erster Linie ist es wohl der ungewöhnliche Name dieses seit gut vier Jahren in Köln Sülz beheimateten Cafés, der neugierig macht und hängen bleibt. Was es damit auf sich hat, dazu später mehr. Tatsache ist – im Gedächtnis bleibt Wo ist Tom? auch dank des überaus stimmigen Gesamtpaketes aus Location, Service und kulinarischem Angebot.

Ein großer Pluspunkt liegt zunächst einmal darin, dass man in dem geräumigen Café, das sich über zwei Etagen erstreckt und durchweg im Retro-Look gehalten ist, auch an Wochenenden zur Kaffee-und-Kuchen Rushhour ein Plätzchen findet; in anderen Cafés auf der Zülpicher Straße ist das nicht immer so leicht. Wer es gerne ein bisschen luftiger um sich hat statt anderen Gästen auf dem Schoß zu sitzen, ist hier gut aufgehoben – vor allem die Empore bietet neben ausreichend Platz auch noch eine wunderbare Sicht auf’s Geschehen (und die Kuchentheke!).

Letztere ist üppig bestückt mit nahezu allem, was das süße Herz begehrt: Bananenbrot, Obstkuchen, Granola, Cookies und ein außergewöhnlich großes Angebot an diversen Cheesecakes; preislich nicht ganz günstig, aber allesamt frisch vor Ort gebacken und exklusiv hier zu bekommen. Auf den Fotos zu sehen ist der Schwarzwälder Kirsch Cheesecake, der überraschend dezent gesüßt war und viel leichter schmeckte, als der erste Blick vermuten ließ – sehr lecker.

Mit einem guten Cappuccino und angenehmer Hintergrundmusik (endlich mal wieder Jazz in einem Café gehört!) lässt es sich hier defintitiv das ein oder andere Stündchen aushalten, ob zum gemütlichen Kaffeeplausch, zum Zeitunglesen oder zum Arbeiten (freies Wlan verfügbar).

Bestellt wird, indem man auf einer Karte die gewünschten Getränke und Speisen ankreuzt –  da es sich um ein inklusives Café der Lebenshilfe handelt, arbeiten im Service auch Menschen mit Handicap, die durch einfache Maßnahmen wie das Menü zum Ankreuzen die Chance erhalten, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Dem Gründer der Lebenshilfe, Tom Mutters, ist übrigens auch der geheimnisvolle Name des Cafés zu verdanken.

Wo ist Tom? ist ein Ort zum Wohlfühlen und Schlemmen, der ein bunt gemischtes Publikum anzieht und definitiv auch dank der überaus freundlichen Mitarbeiter punktet. Neben ganztägigem Frühstück (yippee für Spätaufsteher) stehen auch herzhafte Snacks, Salate und warme Gerichte auf der Karte, die ich bei Gelegenheit auch mal testen werde – bisher waren die Kuchen einfach zu verlockend…

wo ist tom (3)wo ist tom (11)wo ist tom (1)wo ist tom (7)wo ist tom (8)

Zülpicher Straße 309, 50937 Köln

Wo ist Tom Webiste

facebook wo ist tom

The Coffee Gang, Agnesviertel – Köln

coffee gang agnes (2)

Yippee, im November des vergangenen Jahres hat The Coffee Gang endlich eine zweite Filiale eröffnet und beglückt seitdem auch das Kölner Agnesviertel mit besten Kaffeespezialitäten.

Vielen dürfte die „Specialty coffee & brew bar“ bereits von ihrem Standort am Hohenstaufenring bekannt sein, an dem sich die Gang vor rund vier Jahren zum Ziel gemacht hat, qualitativ hochwertigen Kaffee zu servieren. Dabei stehen sowohl geschmackliche Vielfalt als auch Nachhaltigkeit im Fokus: Der für die Coffee Gang geröstete Kaffee ist ausnahmslos fair gehandelt; auch bei den übrigen Produkten legt man Wert auf Qualität und, etwa bei der Milch, auf Regionalität. Ganz der dritten Kaffeewelle entsprechend bekommt ihr hier neben Espresso(-Variationen) auch per Filter, Aeropress etc. aufgebrühten Kaffee sowie Coldbrew.

Wie die Location am Hohenstaufenring ist auch die zweite Filiale auf der Neusser Straße im industrial look gehalten und dabei durchaus gemütlich. Dafür sorgen zum einen die vielen Holzelemente, zum anderen die überschaubare Größe (was soll der Euphemismus, der Laden ist winzig – aber kuschelig) und ein für mich ausschlaggebendes Café-Kriterium: Es ist so schön warm!

Wo wir gerade beim Thema Behaglichkeit und Wohlfühlfaktor sind – was passt an Wintertagen besser zum Cappuccino oder Cortado (beide mit perfekter Latteart und geschmacklich sehr fruchtig) als ein getoastetes, warmes Bananenbrot? Als bekennender Fan habe ich ja schon so einige gegessen, aber dieses war an Geschmack und ‚Fluffyness‘ kaum zu überbieten! Wer andere Köstlichkeiten bevorzugt, dem seien der NY Cheesecake oder der Karottenkuchen ans Herz gelegt (preislich eher im oberen Bereich, aber alles selbstgebacken), für den herzhaften Appetit gibt es eine wechselnde Auswahl an Sandwiches im Angebot.

Was aber das Gesamtpaket erst so richtig abrundet und The Coffee Gang, speziell auch diesen Standort, empfehlenswert macht, sind die sympathischen Mitarbeiter, die unaufdringlich, aber immer aufmerksam und sehr freundlich sind – bei einem szenigen, durchaus „gehypten“ Laden ist das, in Köln und anderswo, gar nicht so selbstverständlich. Danke dafür! :-)

Beide Läden haben montags Ruhetag und sind ansonsten bis 18.00 Uhr geöffnet.

coffee gang agnes (3)coffee gang agnes (4)coffee gang agnes (5)coffee gang agnes (6)coffee gang agnes (1)

Neusser Straße 53, 50670 Köln

Website Coffee Gang

the coffee gang facebook

Van Dyck, Schanzenstraße – Köln

van dyck schanzen (10)

Seit Mitte 2016 betreibt die Kölner Rösterei Van Dyck neben ihrer Espressobar in Ehrenfeld (siehe Blogbeitrag) auch einen Standort in Köln Mülheim. Auf der Schanzenstraße wird, im hinteren Teil des Ladens, sowohl geröstet als auch bester Kaffee serviert – fair gehandelt und aus biologischem Anbau.

Und nicht nur das: auf der Karte stehen neben wechselnden Tagessuppen auch herzhaft belegte Stullen sowie eine kleine aber feine Auswahl süßer Naschereien. Der Kuchen, der auf dem Foto (sowie auch in echt) erstmal recht unscheinbar wirkt, hat es geschmacklich absolut in sich und entpuppte sich als das geheime Highlight des letzten Besuches – hinter dem Namen „Monis Mohnkissen“ verbirgt sich nämlich ein fluffiges, super aromatisches und überhaupt nicht trockenes Mohnteilchen; der perfekte Begleiter zum ohnehin schon überragenden Cappuccino.

Im Industrieambiente des Backsteingebäudes lässt es sich zudem ganz gemütlich sitzen, seit einer Weile sogar auf Sofas… Aber aufgepasst, um 17.30 Uhr bereits schließt das Café, das von Montag bis Freitag (am Wochenende geschlossen, einziges Manko) vermutlich vor allem im Umfeld der Schanzenstraße arbeitende Menschen verköstigt. Umso entspannter ist es außerhalb der Pausen-Stoßzeiten.

Abschließend habe ich noch einen Blick hinter den schweren Vorhang werfen dürfen, wo gerade frisch geröstet wurde. Hier stapeln sich Säcke voller frischer Bohnen und in großen Eimern die fertig gerösteten, die bereits Lust auf den nächsten Kaffee machen…

P.S.: Siehe drittes Foto – jaa, es gibt auch Tee bei Van Dyck ;-)

van dyck schanzen (11)van dyck schanzen (16)van dyck schanzen (6)van dyck schanzen (12)van dyck schanzen (5)van dyck schanzen (3)van dyck schanzen (9)

Schanzenstraße 36, 51063 Köln

Website Van Dyck

facebook van dyck

 

Café olé – Köln

cafe ole (3)

Ein sehr gemütlicher und schöner Ort zum Kaffeetrinken ist das Café Olé, das seit einem guten Jahr in Köln Sülz, Weyertal, beheimatet ist. Für mich war es der erste Besuch und, soviel vorweg, bestimmt nicht der letzte. Denn für meinen Geschmack stimmt hier einfach alles: Das kleine, aber helle Ladenlokal mit Wintergarten im hinteren Teil ist mit viel Liebe zum Detail ausgestattet; eine schöne Kombi bilden der moderne Innenraum und die zahlreichen Vintage-Elemente, angefangen von den alten (aber sehr bequemen!) Stühlen und Sesseln über das Porzellan bis hin zu den Lampenschirmen.

Was aber wäre das Interieur ohne die leckeren Speisen und Getränke? Der Kaffeenachmittag startete zunächst mit einem belegten Brot (Hummus und Granatapfelkerne), hübsch angerichtet und lecker – einzig der Belag hätte etwas üppiger sei können gemessen an der Dicke der Scheiben. Nahtlos ging es über zum Kuchen: Schoko-Käse-Kirsch. Ein Volltreffer, und zwar vor allem weil viel weniger süß als erwartet (oder gar: befürchetet). Süße Kalorienbomben haben durchaus ihre berechtigten Fans, wer es aber hin und wieder ein bisschen dezenter und leichter mag, wird auch von den übrigen Kuchen im Café Olé begeistert sein. Dazu ein leckerer Schamong Kaffee und der Tag ist perfekt…

Der aufmerksame und herzliche Service der beiden Inhaberinnen rundeten das Ganze für mich ab, sodass ich gerne eine Empfehlung für dieses hübsche Café ausspreche und bestimmt wieder vorbeischaue!

cafe ole (4)cafe ole (5)cafe ole (9)cafe ole (6)cafe ole (8)gimp

Weyertal 43, 50937 Köln

Café Olé Website

olé facebook